Schon mal von Integrity Windows gehört? Nein?
Nun, Fenster sind ja auch auf den ersten Blick nicht das sexiest product ever. Und Spaß im Internet mit Baustoffen und Bauelementen im Internet zusammen zu bringen, klingt eher unwahrscheinlich. Wirklich?
Süß! Bei diesen Werbespots war der virale Effekt gerade NICHT eingeplant! Vielmehr sind das hier Spots amerikanischer Hollywoodgrößen, die sich vor YouTube und Konsorten recht sorgenfrei etwas Kleingeld in Japan dazu verdienen konnten, ohne Gefahr zu laufen, ihre Reputation in Amerika einzubüßen. Denn wer würde diese Spots in Amerika oder im Rest der Welt schon sehen? Nun, seit YouTube und Websites wie weirdasianews.com geht diese Rechnung nicht mehr auf.
Und was deutlich wird bei diesen Spots:
1. Die Japaner sind wirklich irgendwie anders
2. Auch renommierte Stars schrecken für ein paar Yen nicht vor völligem Humbug zurück :-)
3. Nicholas Cage ist einfach Nicholas Cage – mehr Wahnsinn geht nicht, egal in welchem Land der Welt. Und ich mag ihn trotzdem (“Mein Kolibri”)
4. Keanu Reaves hat genau zwei Gesichtsausdrücke – in diesem Spot zeigt er seinen Meistgenutzten
Nicholas Cage: Japanese Commercial – Fever Pachinko
Nicholas Cage: Sankyo Pachinko ad
Keanu Reeves full length Japanese Suntory commercial
Hulk Hogan: Cheesy Japanese Commercial
Quentin Tarantino plays commercial
Sylvester Stallone: 伊藤ハム シルベスター・スタローン (Ham in a Box??)
diese ganze Aktion “Will it blend?” ist so wunderbar, dass ist ständig davon schwärmen könnte. Dass Ihr dann noch die unglaubliche Dreistigkeit hattet, ein iPhone zu schrotten, ist schon erstaunlich. Mehr fällt mir hierzu eigentlich gar nicht ein, denn die Tatsache, dass Ihr seit 4 Jahren noch immer DAS Best Practice seid, wenn es um virales Marketing geht, spricht für sich. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit noch einmal nutzen, Euch von Herzen zu gratulieren. Glückwunsch! Und die Tatsache, dass ich mich jedes Mal, wenn ich ein Video von Euch sehe und danach durch die Wohnung gehe und bei Alltagsgegenständen denke: “Will it Blend?” ist das, was ich jetzt mal spontan einen viralen Ohrwurm nenne. Cool, danke dafür!
Euer Video ist für mich immer wieder ein Quell der Freude. Allerdings bin ich nicht ganz sicher, ob das von Euch auch so gedacht war… denn eigentlich muss man ganz ehrlich sagen: um bewusst Mist zu sein, isses einfach nicht schlecht genug. Und das sage ich als geübte Trashfilmkonsumentin! Daher bin ich nun mutig genug zu behaupten, dass Ihr das hier ernst meint. Wow. Ähm, ja. Wow.
okay, das nenne ich mutig! In den ersten Sekunden ist man ja doch der festen Überzeugung, in einem gewaltverherrlichenden Prollvideo gelandet zu sein, das in der heutigen Hip-Hop-Kultur ja gar nicht mal groß auffallen würde. Aber nein, spätestens bei “100% Kartoffelpüree” habt Ihr mein Herz gewonnen. Glückwunsch, spaßig!
So oder so ähnlich hätte das Glückwunschschreiben aussehen können… wäre das Video eine Aktion von Pfanni, und nicht von einem Kunststudenten, der seiner Kreativität freien Lauf ließ und nicht mit der viralen Stärke des Spots gerechnet hat. Diese ganze Geschichte wurde zusätzlich dadurch publik, dass sich Pfanni jetzt Vorwürfen von Faschos ausgesetzt fühlt, sie würden mit ihrem Spot die “unfassbare Instrumentalisierung täglich erfahrenen Leids von Deutschen ohne Migrationsbiografie zu Werbezwecken” verwenden. So der “letzte freilebende Preuße”.
Auch das ist an sich unfassbar amüsant und anrührig (man möchte zärtlich über die Glanze streicheln und Schrei nach Liebe singen), aber eben nicht geplant gewesen. Und da Pfanni jetzt mit Umsatzeinbußen bei den echten Deutschen rechnen muss, distanziert man sich von dem Werk. Schade drum.